28.07.2014

Newsletter Wolf & Co August 2014

Der neue Newsletter August erscheint morgen und wird den Abonnenten per Mail zugeschickt.

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Außerdem könnt ihr hier schon jetzt einen Blick auf den Inhalt werfen:

Newsletter Wolf & Co August 2014


Hessen: Keine Entschädigung für Nutztierhalter durch Wildtierrisse

Das Hessische Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMULV) hat ein Faltblatt herausgegeben, das besagt, dass Nutztierhalter (bis auf wenige Ausnahmen) keinen Anspruch auf Entschädigung durch Wolfs- oder Luchsrisse haben, da diese zu den „normalen“ Umweltrisiken" gehörten wie auch Hagel, Gewitter und Trockenheit.
Tierhalter erhalten jedoch kostenlose Beratung zu Möglichkeiten der Herdensicherung (Luchsbeauftragte/FENA). Für evtl. finanzielle Unterstützung für Maßnahmen zur Herdensicherung wenden Sie sich bitte an das jeweilige Regierungspräsidium. Voraussetzung für diese Unterstützung ist die Untersuchung und Dokumentation sowie die Anerkennung von Rissen durch Hessen - Forst FENA.

Hier das Faltblatt als Download


22.07.2014

TV-Tipp "Tatort Luchswald", 26. Juli, BR

Im Bayerischen Fernsehen wird am Samstag den 26.7.14 um 19.00 Uhr der Film „Tatort Luchswald“ gesendet. Er berichtet über die Luchs-Tötungen im Bayerischen Wald. Es wurde sehr aufwändig recherchiert und es ist mit neuen Erkenntnissen auch für die von uns initiierte juristische Verfolgung derartiger Fälle zu rechnen.

„natur exclusiv
Tatort Luchswald - auf Spurensuche mit Andreas Hoppe
Samstag, 26.07.2014, 19:00 bis 19:45 Uhr


Was passiert, wenn sich ein Fernsehkommissar an einen Fall in der Realität macht?
Zwei grausam getötete Luchse werden im Bayerischen Wald gefunden. Es gibt Hinweise, dass Täter bekannt sind. Doch bis heute können sie nicht überführt werden, obwohl Verbände und Privatleute insgesamt ein Kopfgeld von 15.000 Euro ausgesetzt haben. Auch die Luchsbeauftragte Bayerns vermisst weitere der streng geschützten Tiere. Auch sie sind vermutlich illegal getötet worden.
Ein Naturkrimi wie er leider bittere Realität ist und den Naturschützer und ARD-Tatortkommissar Andreas Hoppe in den Bayerischen Wald führt. Ob beim Jägerball, beim traditionellen Wolfsaustreiben, tief im Wald oder am Stand der Sportschützen. Er will die Wahrheit herausfinden, aber trifft auf eine Mauer des Schweigens. Bis plötzlich ein verdeckt ermittelnder Artenschutzfahnder auftaucht und ihn unterstützt. Und plötzlich bekommt die Spurensuche eine erschreckende Wendung, die nicht nur zur osteuropäischen Pelzmafia führt. Auch lokale Interessensverbände, Jägerschaft und die ermittelnden Behörden geraten immer mehr in Kritik...

Ein Fall mit genug Stoff für ein Tatort Drehbuch. Das Spannende ist: Hier handelt es sich um die Realität.

Bitte informieren Sie in Ihrem Bekanntenkreis und reagieren Sie nach dem Film beim Bayerischen Fernsehen positiv und unterstützend! Wir hoffen darauf, dass dieser Film die unerträgliche „Wilderei-Szene“ in Bayern eindrucksvoll beschreibt. (Quelle)

(Foto: W. Willner, www.bund-naturschutz.de)

Wer den Film verpasst hat, kann ihn nun hier in der Mediathek anschauen.

17.07.2014

Soko Wolf

15 tote Wölfe, viele Tiere sind spurlos verschwunden: Experten stehen vor einem Rätsel, ein Spezialteam aus Berlin hilft jetzt dem LKA bei der Suche nach den Tätern

Schon wieder einer: Fünf Stunden hat Tierpathologin Claudia Szentiks am Seziertisch verbracht, um einen toten Wolf aus dem Kreis Bautzen zu obduzieren. Das Tier wurde erschossen, wie seit Dezember 2013 in Sachsen schon zwei weitere vor ihm. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) steuert damit auf einen traurigen Rekord zu: Bei 15 toten Wölfen aus kooperierenden Bundesländern hatten die Forscher allein 2014 die Todesursache zu klären. "2012 und 2013 hatten wir je etwa ein Dutzend pro Jahr, die Zahl ist also ganz schön angestiegen", sagt Szentiks.
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14.07.2014

Erneut ein illegaler Wolfsabschuss in Sachsen

Am Sonntagmorgen, den 13.07.2014, wurde an der Straße zwischen Halbendorf/Spree und Lömischau (Landkreis Bautzen) ein ca. einjähriger, weiblicher Wolf tot aufgefunden. Der Fundort liegt im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, im Bereich des Daubaner Wolfsterritoriums.
Bei der Begutachtung vor Ort wurde eine Verletzung festgestellt, die durch eine Schusswaffe verursacht worden sein könnte. Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Zur weiteren Untersuchung wurde der Kadaver an das Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin (IZW) gebracht, wo sich der Anfangsverdacht bestätigte. Noch ist unklar aus welchem Rudel die junge Wölfin stammt, dies muss die genetische Untersuchung am Senckenberg Institut für Wildtiergenetik in Gelnhausen klären.
Wölfe sind nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung stellt eine Straftat dar. Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse wird Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Das Landeskriminalamt nahm bereits die Ermittlungen auf.
In den letzten sieben Monaten wurden bereits 2 weitere illegal geschossene Wölfe in Sachsen gefunden: im Dezember 2013 ein Wolfswelpe bei Hermsdorf (Landkreis Bautzen) und im März 2014 der Daubitzer Rüde bei Weißkeißel (Landkreis Görlitz). In beiden Fällen wurde Strafanzeige gestellt. Die Ermittlungen laufen noch. Seit 2000 wurden damit in Sachsen 6 illegal getötete Wölfe gefunden. In 5 Fällen wurden die Tiere geschossen und ein Wolf wurde vorsätzlich überfahren.

Der tote Wolf (Foto: Copyright LUPUS Institut)

11.07.2014

Kolumne zum Wetzlarer Wolfstag 2014

Tanya Carpenter hat einen tollen Bericht über den Wetzlarer Wolfstag ins Netz gestellt. Für alle, die dabei waren, eine schöne Erinnerung und Auffrischung. Und für die, die ihn verpasst haben, ein Anreiz, beim nächsten Mal mit dabei zu sein.
Die Kolumne findet ihr hier bei LITERRA.


04.07.2014

Wenn Rex zum Flughund wird

Allianz Crashtest zeigt: Hunde müssen immer gesichert sein. Maximalen Schutz bieten nur Hundeboxen
In rund 13 Prozent der deutschen Haushalte leben ca. 5,3 Millionen Hunde. Und alle begleiten ihre Besitzer beim Spazierengehen, beim Einkauf, beim Fahrradfahren und natürlich auch im Auto. Aber wie sind die Vierbeiner im Fahrzeug am besten geschützt? Dieser Frage ging das Allianz Zentrum für Technik in einem Crashtest nach. Bei einem Aufprall mit 40 Kilometern pro Stunde wurde deutlich, wie gefährlich es für Hund und Insassen werden kann, wenn das Tier ohne geeignete Sicherungsmaßnahmen im Auto mitfährt.
Der 35 Kilogramm schwere Hunde-Dummy Rex flog ungebremst von der hinteren Sitzreihe ins Armaturenbrett – so fest, dass Knöpfe und Schalter abknickten, die Mittelkonsole brach und der Schalthebel des Getriebes abgerissen wurde. Aufgrund des abrupten Stopps wirkte sein ursprüngliches Gewicht bei dem Aufprall wie 1.600 Kilo. Das ist nicht nur für den Vierbeiner tödlich, sondern kann auch bei den Insassen für schwerste Verletzungen sorgen, wenn der Hund mit dieser Wucht gegen den Vordersitz gedrückt wird.

Mehr Glück hatte der nur sieben Kilogramm schwere Hunde-Dummy Markus, der auf der Rückbank mit einem Hundegeschirr gesichert war. Im Crashtest berührte er zwar den Sitz vor ihm, da die Gurtsysteme prinzipiell große Bewegungsfreiheiten erlauben, wurde aber an Ort und Stelle sicher gehalten.
Hundehalter sind auch per Gesetz dazu verpflichtet, ihren vierbeinigen Begleiter im Auto zu sichern. Der Grund: Hunde gelten dem Gesetzgeber nach als Ladung – und diese muss ordnungsgemäß verstaut werden. Doch nicht alle auf dem Markt angebotenen Systeme sichern den tierischen Insassen gleichermaßen gut.

Empfehlungen für Sicherungssysteme
Den sogenannten „Hundesicherheitsgurt“ empfiehlt das Allianz Zentrum für Technik nur für Hunde bis zu einem Gewicht von maximal zwölf Kilogramm. Aus Sicht der Experten ist der Transport in der Hundebox die sicherste Variante. Einfache Drahtgitterboxen, die nicht explizit zur Sicherung angeboten werden, sind dabei jedoch nicht ausreichend. Die Gitter können sich bei einem Unfall verbiegen, die schmalen Drahtgitterstäbe für den Hund zu einer zusätzlichen Gefahr werden.
Ob Hundegeschirr oder Transportbox, wichtig bei allen Sicherungsmethoden ist, dass sie GS-geprüft sind. Darüber hinaus sollten Käufer auf das Siegel eines Prüfinstituts wie TÜV oder Dekra achten. Diese garantieren, dass die Systeme unter Unfallbedingungen getestet wurden – und damit Hund und Herrchen im Falle eines Falles bestmöglich geschützt sind.
(Pressemitteilung: Allianz, Zentrum für Technik)

03.07.2014

Todesfalle Auto für Hunde - das ist die Rechtslage

Die Tierschutzorganisation TASSO e.V. rät: Bei Befreiung von Hunden aus aufgeheizten Autos Zeugen und Polizei hinzuziehen

Wer einen Hund in einem geparkten Auto sieht und eine Notsituation für das Tier erkennt, darf eingreifen. TASSO erklärt, welche Voraussetzungen geschaffen sein müssen und worauf besonders zu achten ist.


 

In jedem Jahr gibt es viele warme Tage, die Hund und Frauchen oder Herrchen gleichermaßen genießen. Frühlingshafte 20 Grad reichen aber bereits aus, um das Innere eines Wagens binnen Minuten auf extrem hohe Temperaturen aufzuheizen. Für jeden Menschen sind diese Gradzahlen selbst im Schatten viel zu viel – erst recht für einen Hund. Dennoch lassen viele ihr Tier im Auto zurück. Bereits der kurze Gang zum Bäcker oder in die Apotheke kann für den im Auto geparkten Hund zur Lebensgefahr werden. „Feuerwehr und Polizei dürfen in solchen Situationen in jedem Fall eingreifen“, erklärt Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Auch verantwortungsbewusste Mitmenschen sind ausdrücklich aufgefordert, dabei zu helfen, das Leben des Tieres zu retten.“

Folgendes sollten Sie dabei beachten:
• Rufen Sie die Polizei oder die Feuerwehr.
• Notieren Sie sich alle wichtigen Daten: Datum, Ort, Uhrzeit, Automarke, Farbe und Kennzeichen des Wagens.
• Dokumentieren Sie den Vorfall, wenn Sie können, mit Fotos.
• Suchen Sie Zeugen, die die Geschehnisse bestätigen können, und notieren Sie sich deren Telefonnummer und Anschrift.
• Erstatten Sie zur Sicherheit Strafanzeige wegen Tierquälerei.

Wenn die Situation so eilig ist, dass nicht länger auf das Eintreffen der Polizei oder Feuerwehr gewartet werden kann, darf man den Hund selbst befreien. Dabei gilt es jedoch, äußerste Vorsicht vor allem bei der Beschädigung des Fahrzeugs walten zu lassen. Denn: Bei der Befreiung des Tieres wird unumgänglich fremdes Eigentum beschädigt. Darum ist es ratsam, dem Wagen so wenig Schaden wie möglich zuzufügen und dabei weder Front- noch Heckscheibe, sondern besser ein Seitenfenster einzuschlagen. Rechnen Sie jedoch damit, dass es dazu kommen kann, dass seitens des Fahrzeughalters Strafanzeige erhoben wird. Kommt es dazu, können sich Betroffene auf den rechtfertigenden Notstand nach § 34 StGB berufen. Umso wichtiger ist es, Zeugen für den Vorfall zu haben und die Polizei zu verständigen. Telefonnummer und Anschrift der Zeugen sind wichtig. Der notwendige Polizeieinsatz jedenfalls geht nicht zu Ihren Lasten: Die entstandenen Kosten hat nach einem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Rheinland-Pfalz (AZ 12 A 10619/05) der Hundebesitzer zu tragen.

Plakate und Infokarten zur Aufklärung
Für alle, die mitmachen wollen, über solch leichtfertiges Verhalten aufzuklären, stellt TASSO Plakate und Infokarten bereit, die Tierfreunde beispielsweise auf Parkplätzen an Supermärkten, Zoos oder Vergnügungsparks verteilen können. Das Material ist kostenlos und kann auf der TASSO-Website unter www.tasso.net/Hund-im-Backofen angefordert werden.