25.09.2014

Offizielles Dokument zeigt: Rumänisches Kind wurde nicht von Streunerhunden getötet

VIER PFOTEN fordert von Ministerpräsident Ponta die Abschaffung des Streunerhunde-Tötungsgesetzes
Die international tätige Tierschutzstiftung VIER PFOTEN hat heute aufgedeckt, dass eine falsche Tatsachenbehauptung zu den Massentötungen von Streunerhunden in Rumänien geführt hat. Das sogenannte "Tötungsgesetz" trat im Oktober 2013 in Kraft, nachdem der vierjährige Junge Ionut Anghel vor genau einem Jahr in Bukarest von Hunden tödlich verletzt worden war. Unmittelbar nach dem Tod des Jungen berichteten die rumänischen Medien, dass Streunerhunde den Jungen getötet hätten. Das Parlament verabschiedete daraufhin auf Drängen von Präsident Băsescu ein Gesetz, das die Massentötungen von Streunern erlaubt. Doch ein offizielles Dokument der Staatsanwaltschaft (die dem rumänischen obersten Gericht, dem Kassationshof und dem Justizministerium angeschlossen ist) zeigt, dass das Kind nicht von Streunerhunden getötet wurde, sondern von sieben Wachhunden, die der Firma S.C. TEI REZIDENŢIAL S.R.L. BUCUREŞTI gehörten.

12.09.2014

Sog. "angeborene Rudelstellungen" - Kommentar von Günther Bloch

Günther Bloch hat einen wunderbaren und sehr informativen Artikel zur Theorie der äußerst umstrittenen sogenannten "angeborenen Rudelstellellungen" erstellt. Man beachte dabei besonders den typisch Blochschen ironischen Vorspann.

Zum Artikel geht es hier ...

Und hier ist noch mein Statement dazu.

Im neuen Wolf Magazin 2-2014 (erscheint voraussichtlich Mitte Oktober) schreiben Günther Bloch und Udo Gansloßer über den neuesten und m.E. tierschutzwidrigen Unsinn in der Hundeszene.



09.09.2014

Wolf Magazin - Standpunkt zu aktuellen Themen

Allen, die die neue Seite des Wolf Magazins noch nicht kennen, empfehle ich einen Blick auf unsere neue Unterseite: Standpunkt.
Hier findet ihr wichtige Informationen zu aktuellen Themen und/oder Fragen, die uns immer wieder gestellt werden. Die Seite wird ständig erweitert und aktualisiert.


Bitte teilt diese Information mit euren Freunden und in Blogs und Foren.


06.09.2014

Sachsen: Leichte Beute für Wölfe im Landkreis Bautzen

In der vergangenen Woche hat es mehrere Übergriffe von Wölfen auf ungeschützte Schafe im Landkreis Bautzen gegeben. In vielen Fällen wären die Übergriffe vermeidbar gewesen.
Bei Lichtenberg, nahe der Laußnitzer Heide, wurden bei zwei Übergriffen insgesamt vier angekettete Schafe von Wölfen gerissen.
Vier weitere Vorfälle ereigneten sich nordwestlich von Bautzen, in Königswartha, Neschwitz und Radibor, bei denen insgesamt sechs Schafe von Wölfen getötet wurden. Fünf dieser getöteten Schafe waren ebenfalls angekettet gehalten worden, nur in einem Fall überwand der Wolf einen Maschendrahtzaun.

Angebundene Nutztiere, die über Nacht im Freien gehalten werden, bieten für Wölfe eine einfache Beute. Wölfe können durch wiederholte Erfahrung an unzureichend geschützten Nutztieren lernen, dass diese deutlich einfacher zu erbeuten sind als Rehe, Hirsche oder Wildschweine. Im Ergebnis dieses Lernprozesses kann es dazu kommen, dass Wölfe gezielt versuchen auch geschützte Schafe zu erbeuten, was die Situation für alle Tierhalter noch verschärfen würde.

Das Sächsische Wolfsmanagement appelliert deshalb an alle Schaf- und Ziegenhalter, ihrer Verantwortung für ihre Tiere gerecht zu werden und diese entsprechend zu schützen. Die Unterbringung der Tiere in einem festen Stall über Nacht, die Verwendung von mind. 90 cm hohen stromführenden Zäunen oder Festkoppeln von mind. 120 cm Höhe bietet einen guten Schutz.
Tierhalter sollten ihre Zäune regelmäßig auf Schwachstellen prüfen und diese zeitnah beseitigen. Die Umzäunung darf keine Durchschlupfmöglichkeiten am Boden bieten. Wichtig ist auch, dass alle Seiten der Koppel geschlossen sind – über offene Gräben können Wölfe leicht eindringen. Bei stromführenden Zäunen sollte ausreichend Spannung (mind. 2.500 V) anliegen. Wenn Tierhalter bei der täglichen Kontrolle ihre Nutztiere tot vorfinden und die Vermutung besteht, dass ein Wolf der Verursacher sein könnte, dann ist zeitnah  (innerhalb von 24 h)  das zuständige Landratsamt zu informieren, damit eine Begutachtung vor Ort organisiert werden kann.

Bei Fragen zu den Schutzmaßnahmen und zur Förderung zum präventiven Herdenschutz stehen Ihnen die Untere Naturschutzbehörde Ihres Landkreises oder Herr Klingenberger vom Staatsbetrieb Sachsenforst unter 035932/36531 oder unter andre.klingenberger@smul.sachsen.de zur Verfügung.

In Sachsen sind aktuell 12 Wolfsrudel bzw. –paare nachgewiesen, von denen 10 ihre Territorien ganz (Daubitz, Nochten, Niesky, Dauban, Kollm, Milkel, Seenland, Königsbrück, Rosenthal, Laußnitzer Heide) und 2 überwiegend im Freistaat haben. Von letzteren ist das Spremberger Rudel grenzübergreifend mit Brandenburg und das Hohwald Rudel mit der Tschechischen Republik.
Das Rudel in der Laußnitzer Heide ist erst seit dem vergangenen Winter bestätigt. (Quelle)