30.03.2017

UMZUG - NEUER BLOG FÜR WOLF MAGAZIN UND ELLI RADINGER

 

Ich bin auf meine neue Webseite umgezogen. Dieser Blog ist nicht mehr aktiv.


Ab sofort findet ihr alle Informationen und Blogbeiträge hier:


www.elli-radinger.de/blog


Aktuelle Meldungen gibt es auch weiterhin auf meiner Google+ Seite.

 

 




25.03.2017

Wissen Wolf: Verstoßen Herdenschutzhunde im Einsatz gegen den Tierschutz?

Wenn Tierschutz absurd wird

Inzwischen sollte landesweit bekannt sein, dass die Verbindung von Elektrozaun und Herdenschutzhund der beste Schutz der Schafe vor Wölfen ist. Das könnte jetzt alles aus Tierschutzgründen verboten werden.

In einem TV-Beitrag berichtete am 20. März der SWR in seiner Sendung „Aktuell“, dass die Tierschutzbeauftragte von Baden-Württemberg der Meinung sei, Elektrozäune und Herdenschutzhunde zusammen würden gegen das Tierschutzrecht verstoßen und die HSH eigentlich eine Rückzugsmöglichkeit bei schlechtem Wetter bräuchten. (Quelle: Dr. Oliver Faass)

Hier die TV-Sendung
Der HSH-Beitrag beginnt bei ca 15 Min und ist 3 Minuten lang.

Die entsprechende Antwort der Tierschutzbeauftragten finden Sie hier.

HSH in der Schweiz (Foto: David Gerke)
In der Tat kann in Deutschland die Haltung von HSH teilweise zu Kollisionen mit den Vorschriften des Tierschutzes führen.
§ 4 Abs. 1 Tierschutz-Hundeverordnung (TierSchHundeV) besagt, dass beim Halten im Freien dem Hund eine Schutzhütte zur Verfügung stehen muss, die ihn auch vor Kälte und Regen schützt. Diese Regelung ist zwar normalerweise notwendig und vernünftig, für den Einsatz von HSHs jedoch wirklichkeitsfremd. Dann müssten beispielsweise Wanderschäfer ständig eine Schutzhütte pro Hund mitführen (HSH + Hütehunde).
Um für einen effizienten Herdenschutz die Arbeit von Herdenschutzhunden nicht zu behindern oder gänzlich unmöglich zu machen, muss in die Regelung des § 4 Abs. 1 TierSchHundeV unbedingt eine Ausnahmeregel aufgenommen werden.



23.03.2017

Schweiz: Verfügung zum Abschuss eines Wolfes

Zwischen dem 21. Januar und dem 8. Februar 2017 hat ein Wolf im Bergell, in der Leventina (Kanton Tessin) und im Misox mehr als 40 Schafe gerissen. In drei Fällen, nämlich in Stampa, in Faido und in Cama konnte aufgrund von genetischen Analysen ein und derselbe Wolfsrüde M75 als Verursacher identifiziert werden.

Wolf in der Fotofalle des AJF, 12.12.2016
Gestützt auf Art. 9bis der eidgenössischen Jagdverordnung kann eine Abschussbewil-ligung für einzelne Wölfe erteilt werden, die erheblichen Schaden an Nutztieren an-richten. Ein erheblicher Schaden an Nutztieren durch einen einzelnen Wolf liegt unter anderem dann vor, wenn in seinem Streifgebiet innerhalb eines Monats mindestens 25 Nutztiere, trotz Herdenschutzmassnahmen, getötet werden. Schäden, die auf dem Gebiet von zwei oder mehreren Kantonen entstanden sind, haben die betroffe-nen Kantone koordiniert zu beurteilen. Die Abschussbewilligung muss der Verhütung weiteren Schadens an Nutztieren dienen.

Die beiden Kantone Tessin und Graubünden haben in gegenseitiger Absprache eine Abschussverfügung für den Wolf M75 erlassen. Diese ist auf 60 Tage befristet.

Die Schwierigkeit eines gezielten Abschusses des Wolfes M75 besteht im typischen Verhalten eines nicht stationären Wolfes, d.h. in der häufigen und schnellen Ver-schiebung über grössere Distanzen. Es ist deshalb durchaus möglich, dass der Wolf M75 auch für die sieben Schafrisse am 18. Februar in Trun verantwortlich ist. Das gezielte Vorgehen in Trun ist nämlich identisch mit jenem in Cama und Faido. Im Kanton Graubünden wird deshalb die Surselva neben den beiden Südtälern Misox und Bergell in den Abschussperimeter einbezogen. (Medienmitteilung, Amt für Jagd und Fischerei Graubünden, 22.03.2017)

20.03.2017

Niedersachsen: Umweltminister Stefan Wenzel im Umweltausschuss: Wolfsmanagement wird weiter verbessert


Mehr Unterstützung für Weidehaltung, Wolfsmanagement wird weiter verbessert

Umweltminister Stefan Wenzel hat heute (Montag) die Mitglieder des Umweltausschusses im Niedersächsischen Landtag über die Weiterentwicklung des Wolfsmanagements informiert. Mit der Einrichtung des Wolfsbüros, dem Aufbau einer Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW), dem finanziellen Ausgleich von Nutztierrissen und der Förderung von Präventionsmaßnahmen im Rahmen der Richtlinie Wolf seien wichtige Voraussetzungen geschaffen, sagte der Minister. „Auf der Grundlage der gesetzlichen Vorgaben und rechtlichen Rahmenbedingungen wird das Wildtiermanagement in Niedersachsen kontinuierlich weiterentwickelt“.

Erfreulich sei, dass die Weidehaltung von Schafen in Niedersachsen entgegen dem Trend in anderen Bundesländern sogar zugenommen habe.

Bei allen Maßnahmen stehe die Sicherheit der Menschen an oberster Stelle, sagte der Minister. Bei Wölfen mit auffälligem Verhalten bleibe es weiterhin zulässig und geboten, die Tiere gezielt zu vergrämen, wenn dies fachlich sinnvoll ist. Auch könne im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten erneut veranlasst werden, einen Wolf im Einzelfall zu töten, wenn eine konkrete Gefahr für Menschen von diesem Tier ausgeht.

Die Unterstützung für die Nutztierhalter werde intensiviert, sagte Wenzel.

Der Minister kritisierte den von der Opposition für die heutige Unterrichtung vorgelegten Forderungskatalog. Darin seien Maßnahmen enthalten, die in vielen Punkten gegen geltendes Recht verstoßen.

Details zu den Maßnahmen der Landesregierung finden Sie in der Zusammenfassung der Ausführungen des Ministers hier...


17.03.2017

Rezension: Die Intelligenz der Tiere

Die Intelligenz der Tiere
Wie Tiere fühlen und denken

Carl Safina
C.H.Beck, 2017
526 Seiten
ISBN 978-3406707902
26,95 €

Hier können Sie das Buch bestellen

Inhalt
Was geht im Inneren von Tieren vor? Können wir wissen, wie sie fühlen und denken? Carl Safina nimmt uns mit auf abenteuerliche Entdeckungsreisen in die unbekannte Welt der Elefanten, Wölfe und Orcas. Sein spannend zu lesendes Buch erzählt außergewöhnliche Geschichten von Freude, Trauer, Eifersucht, Angst und Liebe und ist voll von erstaunlichen Einsichten in die Persönlichkeiten der Tiere.

Rezension
Carl Safina nimmt uns mit auf eine Reise in die Gefühlswelt und Intelligenz von drei großen, charismatischen Tierarten, die sich durch ihr besonders Sozialverhalten und ihre Lebensgemeinschaften auszeichnen.
  1. Das Trompeten der Elefanten (Elefanten)
  2. Das Heulen der Wölfe (Wölfe und Kaniden)
  3. Jaulen und Ärgernisse (Philosophie, Forschung, Verhalten)
  4. Der Gesang der Wale (Orcas und Delfine)
Der Biologe und Naturforscher Carl Safina hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Der Wissenschaftler mit dem Herzen eines Dichters betrachtet Tiere als seinesgleichen. Er beschreibt die komplexen emotionalen und intellektuellen Leben von Tieren. Wir sind als Leser gefordert, die Tiere als Individuen zu sehen mit ihren ganz individuellen Persönlichkeiten.

Eigentlich wollte ich mich bei dieser Rezension überwiegend auf Kapitel II (Wölfe) konzentrieren, dann hat mich jedoch das dritte Kapitel so gefesselt, dass ich damit meine Rezension beginne. In „Jaulen und Ärgernisse“ beschäftigt sich Safina mit der Forschung zum Verhalten von Tieren. Dabei erzählt er weniger dazu, was wir sind, sondern wie wenig wir doch wissen. Beispiel: „Ein Elefant ist ein Elefant und hat die Intelligenz eines Elefanten, nicht menschliche Intelligenz.“ Denn die meisten wissenschaftlichen Tests zur Intelligenz der Tiere basieren auf menschlicher Intelligenz, was zu einem voreingenommenen Ergebnis führen muss, wie der Spiegeltest, mit dem bei Menschen das Selbstbewusstsein geprüft wird. Ein Mensch mit Selbstbewusstsein sollte demnach in der Lage sein, einen Punkt, der ihm im Schlaf auf sein Gesicht gemalt worden ist, im Spiegelbild zu erkennen und ihn mit dem Finger im Gesicht zu lokalisieren. Bei Hunden funktioniert das nicht, weil für Hunde der Geruchssinn wichtiger ist als die Sicht, und weil es einem Hund ziemlich egal ist, wie er in einem Spiegel erscheint.

Safina bemerkt zu solchen Versuchen ironisch: „Manches ist nicht wissenschaftlich genug. Man muss aufwändige Versuchsreihen initiieren, um zu einem einfachen Ergebnis zu kommen.“

Auf sehr amüsante und zutreffende Art kritisiert er den Hype, der um wissenschaftliche Forschung gemacht wird (oder den die Wissenschaftler um ihre Forschung machen) und zeigt die Absurdität mancher Versuche mit Tieren auf.

Immer wieder ertappe ich mich beim Lesen, dass ich bekräftigend nicke: recht hat er. Beispielsweise hier (S. 328): „Wir sind zu umfangreichem Mitgefühl fähig, aber wir leben unser Potenzial nicht aus. Warum wirkt der Gedanke, dass andere Tiere denken und fühlen könne, so bedrohlich für das menschliche Ego? Weil es schwieriger ist, andere zu misshandeln, wenn man ihnen ein Bewusstsein zugesteht? Wir sind unvollständig und fühlen uns schnell angegriffen. Vielleicht gehört Unvollständigkeit zum ‚Menschsein‘.“

Es ist unbestritten, dass Tiere Gefühle haben. Wir Hundehalter sehen es unseren Lieblingen an, wenn sie traurig oder glücklich sind. Safinas Beispiele von emotionalem und intelligentem Verhalten von Tieren gehen weit darüber hinaus.

Kommen wir zum wölfischen Teil, zu Kapitel Nr. II. Ein großer Teil handelt von den Yellowstone-Wölfen. Als langjährige Mitarbeiterin im Yellowstone-Wolfsprojekt war ich bei vielen der geschilderten Szenen live dabei. Das altruistische Verhalten eines verletzten Jungwolfes, den Druid-Leitwolf, der mit seinen Welpen spielt, die charismatische Leitwölfin 06, sie alle habe ich gesehen – oft gemeinsam mit Safina und anderen Langzeitwolfsbeobachtern im Lamar Valley. Der Autor ist ein ausgezeichneter Beobachter nicht nur der Tiere, sondern er charakterisiert auch die Menschen, die mit den Wölfen arbeiten ganz vortrefflich. Als ich das Buch las, verglich ich es mit meinen Tagebuchaufzeichnungen und fühlte mich wieder zurückversetzt nach Yellowstone.
Für alle Wolfsfans ist darum Teil II ein absolutes MUSS.

Aber auch die anderen Kapitel sind grandios und unbedingt lesenswert. Wir erleben zahlreiche Aha-Momente. Mit seinen detaillierten Beobachtungen drängt sich der Autor niemals auf, weder den Tieren, die er respektiert, noch dem Leser, den er überzeugen will. Seine Empathie für alle Lebewesen macht nicht Halt vor dem Mensch – wenngleich das manchmal berechtigt wäre – vielmehr versucht er zu verstehen, warum manche Menschen Tiere töten wollen.

Ich gebe zu, dies ist kein Buch, das man mal eben so nebenbei liest. Der intellektuelle Stil und viele der wissenschaftlichen Beschreibungen erfordern, dass man sich der Lektüre ganz hingibt. Aber es lohnt sich! Bleiben Sie dran. Tauchen Sie ein in die geheime Welt der Tiere. Lassen sie sich berühren von ihrem Familienleben, ihrer Intelligenz und ihren Emotionen.

„Die Intelligenz der Tiere“ sollte Pflichtlektüre für jedes menschliche Wesen sein. Wenn wir lesen, wie liebevoll hoch soziale Tiere miteinander umgehen, dann bleibt uns nur die Frage, ob sie nicht die besseren Menschen sind. (ehr)


16.03.2017

Mecklenburg-Vorpommern: Saaler Bodden, Bützow, Löcknitz, Pampow – Wolfsübergriffe bestätigt


In Mecklenburg-Vorpommern gab es in diesem Jahr bisher vier Vorfälle, bei denen Wölfe verschiedene Nutztiere gerissen haben. Dies wurde aktuell durch genetische Analysen des Senckenberg-Instituts in Gelnhausen bestätigt.

In drei Fällen waren Schafhaltungen betroffen: Anfang Februar südlich des Saaler Boddens, Mitte Februar in der Nähe von Bützow und bei Löcknitz, nahe der polnischen Grenze. Ende Februar drang ein Wolf in ein gut gesichertes Damwildgatter in Pampow (nordöstlich Löcknitz) ein und riss mehrere weibliche und junge Damhirsche.

„Insgesamt gab es bei den Übergriffen 20 tote und 8 verletzte Tiere. Im Bereich des Saaler Boddens und bei Bützow sind derzeit keine territorialen Wolfsvorkommen bekannt, daher ist dort jeweils ein durchwandernder Wolf als Verursacher zu vermuten. Die beiden anderen Orte liegen innerhalb des Territoriums des Wolfsrudels aus der Ueckermünder Heide. Die betroffenen Tierhalter können auf Basis der Förderrichtlinie Wolf Kompensations­zahlungen für die gerissenen Tiere erhalten“, sagte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern.

Insbesondere Schaf- und Gatterwildhalter sollten die Vorfälle zum Anlass nehmen, ihre Vorkehrungen zum Herdenschutz zu überprüfen. Die Zäune müssen allseitig geschlossen sein. Empfohlen werden entweder mind. 90 cm hohe stromführende Zäune mit einem Bodenabstand <20 cm bzw. Maschendrahtzäune mit mind. 120 cm Höhe und Bodenabschluss. Über diesen Grundschutz hinausgehende Schutzvorkehrungen sind auch über die Förderrichtlinie Wolf förderfähig.

Unabhängig von den aktuellen Schadensfällen ruft Minister Backhaus die Bevölkerung dazu auf, dass Wolfsmonitoring des Landes zu unterstützen: „In der Vergangenheit sind immer wieder Fotos oder Videos von vermeintlichen Wolfssichtungen in unserem Land aufgetaucht. Um ihren Echtheitswert überprüfen zu können, sind wir darauf angewiesen, dass uns Belege für konkrete Beobachtungen, zur Verfügung gestellt werden“, betonte der Minister. Adressaten sind das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) oder der Fachbereich Forstzoologie der TU Dresden. Die genauen Kontaktdaten können auf der Internetseite www.wolf-mv.de unter dem Stichwort „Monitoring“ abgerufen werden. Dort besteht auch die Möglichkeit Wolfsbeobachtungen, Spuren, Losungen oder Risse online mitzuteilen. Kontaktformular hier.

Verglichen mit dem vergangenen Jahr ist bis jetzt kein Anstieg der Wolfsübergriffe in 2017 zu verzeichnen.

 HintergrundIn Mecklenburg-Vorpommern wurde der erste sesshafte Einzelwolf im Jahre 2006 bestätigt. Bis zum Jahr 2013 war insgesamt von 3 Einzeltieren auszugehen (im Bereich der Lübtheener Heide, der Ueckermünder Heide und in der südlichen Müritz-Region im Grenzbereich zwischen den Ländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern). Seit Ende März 2013 gab es Hinweise zu Verpaarungen in der Lübtheener Heide und der Ueckermünder Heide und seit 2014 konnten in diesen Bereichen jeweils Reproduktionen nachgewiesen werden (Lübtheen: 5, 6 und 4 Welpen; Ueckermünde: 4, 7 und 6 Welpen).

Auf Grundlage von Wildkamerabelegen mit 5 abgelichteten Wölfen vom Januar 2017 (davon 4 Welpen aus dem zurückliegenden Jahr) konnte ein drittes Rudel für den Bereich der Kalißer Heide (Landkreis LUP) bestätigt werden.

In der brandenburgischen Grenzregion der Kyritz-Ruppiner Heide hat das dort bislang bekannte Einzeltier im Jahre 2016 ein Rudel begründet, dessen Aktionsradius sich auch auf Mecklenburg-Vorpommern (südliche Müritz-Region) erstreckt.

Monitoringergebnisse aus den Bereichen der Nossentiner/Schwinzer Heide und der Brohmer Berge ergeben Hinweise hinsichtlich sich dort etablierender territorialer Vorkommen eines Einzeltieres sowie eines Wolfspaares.

Unabhängig von den etablierten Tieren kommt es in loser Abfolge zu weiteren Einzelsichtungen oder sonstigen Hinweisen auf Wölfe in Mecklenburg-Vorpommern. Es ist nach bisherigen Erkenntnissen davon auszugehen, dass es sich dabei i.d.R. um wandernde Wölfe handelt. (Quelle)

14.03.2017

Rezension: Wölfe (DVD)

Rezension: Wölfe (DVD) - Verlosung im nächsten Newsletter!

Wölfe
DVD, Blue-ray
Tiberius Film
Regie: Julia Huffmann
Laufzeit: 71 Min.
14,99 / 16,99 €

Hier können Sie die DVD bestellen

Inhalt
Viele Völker, die seit jeher von der Jagd lebten, sahen im Wolf einen ihnen überlegenen Konkurrenten. Der Wolf wurde auch als Beschützer und übernatürliches Wesen verehrt. Doch der Wolf war schon immer auch der Feind des Menschen, was bis heute in vielen Legenden und Märchen seit jeher erzählt wird. In dieser faszinierenden Dokumentation macht Filmemacherin Julia Huffmann mit dem renommierten Naturfotografen und Filmemacher Jim Brandenburg eine Reise nach Minnesota, in das sogenannte Wolfs-Land, wo eines der größten Wolfsrudel der USA lebt. Auf ihrer Reise porträtieren die Filmemacher sowohl Menschen, die die Wölfe schützen wollen, als auch diejenigen, die sie hassen und ergründen so die Faszination dieser wunderbaren Tiere.
Faszinierende Dokumentation über die Suche nach dem wahren Wesen des Wolfes.

Rezension
Dieser Film ist etwas ganz Besonderes. Er enthält Dokumentationen, Interviews, Philosophie, Weisheit aber vor allem ganz große Magie.

„Wölfe“ ist ein stiller Film, der tief in uns etwas berührt und den Zuschauer lange nicht mehr loslässt. Es geht um Wölfe und um Menschen, die sie lieben oder hassen. In der englischen Originalversion heißt der Film „Medicine oft the Wolf“ (Wolfsmedizin), was den Inhalt meines Erachtens besser beschreibt als ein schlichtes „Wölfe“. Denn Medizin und Magie sind sie, die großen Beutegreifer. Das begreift jeder, der diesen Film anschaut.

Der Naturfotograf und Filmemacher Jim Brandenburg erzählt von den Wölfen, die in der Nähe seiner Blockhütte Ravenwood in Ely, Minnesota, leben und welche Beziehung er zu ihnen aufgebaut hat. Diese Gespräche haben mich tief berührt. Ich kenne Jim Brandenburg persönlich. Ich habe ihn Anfang der 1990er Jahre kennengelernt, als ich ein Jahr in einer Blockhütte in der Wildnis ganz in der Nähe von Brandenburgs Cabin gelebt habe. Auch ich hatte Wölfe auf dem Grundstück. Ich traf Jim in seiner Galerie in Ely und wir kamen ins Gespräch. Er erzählte mir von Ravenwood und „seinen“ Wölfen, und ich berichtete über die deutschen Wölfe, die zu diesem Zeitpunkt offiziell noch nicht angekommen waren, von denen aber immer wieder vereinzelte Tiere illegal erschossen wurden. „Du musst etwas für die Wölfe tun“, sagte mir Brandenburg sehr eindringlich. „Wir müssen diese Tiere schützen.“ Manchmal glaube ich, dass das Gespräch mit ihm den Ausschlag gegeben hat für meine jahrzehntelange Arbeit für den Wolf.

Brandenburg ist eine beeindruckende Persönlichkeit wie wohl jeder Mensch, der lange Zeit in der Wildnis verbringt: ein ruhiger, zurückgezogener und sehr gütiger Mann, der absolut authentisch ist, was er auch in seinen grandiosen Fotografien ausdrückt.

Leise und traurig erzählt er im Film, wie seine Lieblingswölfe getötet wurden, nachdem der Wolf von der Artenschutzliste genommen wurde. Man spürt seine Verletzlichkeit und seine Verzweiflung fast körperlich, als er sagt: „Ich bin nicht mehr der alte. Es hat mich zum Weinen gebracht“, und dabei mit den Tränen kämpft.

Es sind schlimme Szenen im Film, die deprimieren, wie der Abschuss eines Wolfes durch einen Jäger zu Fuß und seine Freude darüber, ihn erwischt zu haben. Wütend macht die Anhörung zum Gesetzentwurf zur Streichung der Wölfe von der Artenschutzliste, wo im Regierungssaal über Zahlen und Abschussquoten verhandelt wird wie über einen Börsenindex statt über das Schicksal von  lebendigen, intelligenten und fühlenden Lebewesen. Das Bewusstsein, dass dies überall auf der Welt gleich ist – und auch in Deutschland so geschachert wird – macht mich hilflos.

Aber wir sehen in der Dokumentation auch traumhaft schöne Szenen aus dem Familienleben der Wölfe. Viele davon zeigen die Wölfen von Yellowstone (zum Beispiel bei der Jagd von Wapitis), die mir natürlich vertraut sind.

Sehr berührend fand ich auch die Begegnungen von New Yorker Problemkids mit Gehegewölfen. Unter Wölfen zu sitzen, sie zu streicheln und sich von ihnen küssen zu lassen, verändert vielleicht das weitere Leben des einen oder anderen Jugendlichen für immer. Das ist Wolfsmedizin!

Aussagen von Menschen, die Wölfe lieben, wie Jane Goodall, Marc Bekoff, einem Ojibwa-Chief und vielen anderen geben einen tiefen Einblick in die Gefühle und Philosophie der Menschen, die von Wölfen tief berührt worden sind. Sie lassen uns wissen, dass wir nicht allein sind mit unseren Emotionen.

Mich hat dieser Film sehr aufgewühlt. Und so sehr mich die stille Verzweiflung von Jim Brandenburg berührt hat, so dankbar bin, dass der Film damit nicht endet, sondern mit einer Note der Hoffnung, als Jim eine frische Wolfshöhle findet. Vielleicht ist doch noch nicht alles verloren.

Mein Fazit und meine Empfehlung: unbedingt sehenswert – and the Oscar goes to „Wölfe“.

Der Filmstart von „Wölfe“ ist am 6. April. Der Film erscheint auf Blue-ray und DVD sowie DIGITAL. Das Wolf Magazin verlost im Newsletter April FÜNF Exemplare unter allen Abonnenten des Newsletters Wolf & Co. Ich danke Tiberius Film dafür!!


13.03.2017

Bundestagspetition gegen grausamste Tierversuche in Deutschland gestartet

Mindestens 50.000 Mitzeichner bis 11. April benötigt

Elektroschocks, schwimmen müssen bis zur Erschöpfung, tödliche Vergiftungen, mehrfaches Organversagen, tödliche Bestrahlungsschäden - diese und andere schwerste Leiden und Schäden dürfen Tieren in deutschen Versuchslaboren immer noch zugefügt werden, obwohl die EU solche erheblich belastende Tierversuche verbietet. Diese Missstände sowie 17 weitere in einem Rechtsgutachten dokumentierten Verstöße Deutschlands gegen die EU-Tierversuchsrichtlinie prangern die bundesweiten Vereine Ärzte gegen Tierversuche, Bund gegen Missbrauch der Tiere und TASSO an und haben aktuell eine Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Bis zum 11. April werden jetzt mindestens 50.000 Mitzeichner benötigt, damit die Petition Gehör findet.

Tierversuche, die „starke Schmerzen, schwere Leiden oder schwere Ängste verursachen, die voraussichtlich lang anhalten und nicht gelindert werden können“ könnten in Deutschland längst der Vergangenheit angehören, wenn die 2010 novellierte EU-Tierversuchsrichtlinie korrekt in nationales Recht umgesetzt worden wäre. Denn die EU-Richtlinie verbietet besonders leidvolle Tierversuche, die im Schweregrad „schwer“ angesiedelt sind.

Deutschland nutzte jedoch bei der Umsetzung der EU-Richtlinie ein Schlupfloch, um dieses Verbot schwerstbelastender Tierversuche nicht in das nationale Recht übernehmen zu müssen.

Darüber hinaus belegt ein Rechtsgutachten* 18 tierschutzrechtliche Verstöße bei der Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht. So sind zum Beispiel in Deutschland Tierversuche zu Aus-, Fort-, Weiterbildungszwecken nicht wie von der EU verlangt genehmigungspflichtig, sondern müssen der Behörde nur angezeigt werden. Auch die Prüfkompetenz der Behörden beim Genehmigungsverfahren von Tierversuchen ist stark eingeschränkt, das heißt in Deutschland müssen die Behörden ein Versuchsvorhaben genehmigen, wenn alle formalen Vorgaben erfüllt sind, wenn etwa der Antrag korrekt ausgefüllt wurde. Die EU fordert aber eine unabhängige Abwägung zwischen dem Leid der Tiere und dem postulierten Nutzen des Versuchs. Nicht einmal eine solche Abwägung ist den deutschen Behörden erlaubt.

„Mit der mangelhaften Umsetzung der EU-Richtlinie zum Nachteil der Tiere hat die Bundesregierung nicht nur die Absicht des Unionsgesetzgebers, sondern auch die eigene Staatszielbestimmung Tierschutz völlig außer Acht gelassen“, betonen die Vereine. Der seit 2002 gültige Verfassungsrang des Tierschutzes gebiete nämlich die Nutzung jedweden Spielraumes nach oben bei der Verwirklichung von mehr Tierschutz.

Damit sich der Bundestag mit dieser rechtlichen Schieflage bei Tierversuchen beschäftigen muss, haben die Verbände dort eine Petition eingereicht.

Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.
Wenn innerhalb der nächsten vier Wochen, also bis zum 11. April 2017, mindestens 50.000 Menschen auf der Internetplattform des Petitionsausschusses für das Anliegen ihre Stimme abgeben, haben die Vereine die Möglichkeit, bei einer öffentlichen Anhörung ihre Forderung nach einem Verbot schwerstbelastender Tierversuche sowie der Beseitigung der tierschutzrechtlichen Verstöße persönlich vorzutragen.

*Gutachten Dr. Maisack v. 18.1.16 zur Frage, ob und ggf. welche Bestimmungen der Richtlinie 2010/63/EU durch das Dritte Gesetz zur Änderung des Tierschutzgesetzes und die Tierschutz-Versuchstierverordnung nicht oder nicht ausreichend in deutsches Recht umgesetzt worden sind.

Weitere Informationen

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2017/_01/_09/Petition_69364/forum/Beitrag_447883.%24%24%24.batchsize.10.tab.1.html

http://www.schwimmen-bis-zur-verzweiflung.de/

10.03.2017

Schleswig-Holstein: Überfahrener Wolf stammt aus Mecklenburg-Vorpommern


Der Wolf, der am Morgen des 6. März 2017 im Kreis Herzogtum Lauenburg bei einem Verkehrsunfall auf der B 207 nordwestlich von Ratzeburg getötet wurde, stammt aus Mecklenburg-Vorpommern. Das ist das Ergebnis der Untersuchungen, das heute (10. März 2017) durch das Senckenberg-Institut – dem nationalen Referenzzentrum für genetische Untersuchungen bei Luchs und Wolf – mitgeteilt wurde. Zur Klärung der Herkunft des Tieres waren Blutproben entnommen und an das Senckenberg-Institut nach Gelnhausen bei Frankfurt gegeben worden.

Wie die Untersuchungen zeigen, handelt es sich bei dem verunglückten Tier um einen Welpen, der 2016 in der Lübtheener Heide in Mecklenburg Vorpommern geboren wurde. Das dortige Rudel hatte im Jahr 2016 vier Welpen; der verunglückte junge Rüde hatte die Kennung GW 674m getragen. 2014 waren in der Lübtheener Heide erstmals Welpen durch das dortige Wolfspaar groß gezogen worden. (PM melur.landsh.de)

08.03.2017

Wissen Wolf: Der Geruchssinn des Wolfes

In unserer Reihe "Wissen Wolf" stellen wir in loser Folge Interessantes und Wissenswertes über den Wolf vor

Die Sinne des Wolfes: Geruchssinn

Foto: Gunther Kopp
Professor Bernhard Grzimek sagte einmal, dass die Sinne des Wolfes sehr viel stärker ausgebildet sind als die des Hundes. Bei einem Experiment mit geschlossenen Futterbehältern bewies er, dass Wölfe nur fünf Minuten brauchten, um zu entdecken, wo sich das Futter befand, während Hunde dazu bis zu einer Stunde brauchten.

Mit entscheidend für den Jagderfolg eines Wolfes ist sein ausgezeichneter Geruchssinn. Im Vergleich zum Menschen hat der Wolf eine stark vergrößerte Oberfläche des Riechepithels mit 130 cm² in dem ca. 250 Millionen Riechsinneszellen eingebettet sind, diejenige des Menschen ist lediglich 5 cm² groß mit 10-30 Millionen Riechsinneszellen. Wölfe können somit 100-1000 Mal besser riechen als Menschen. Die Witterung von Artgenossen oder Beutetieren kann ein Wolf über Entfernungen von 2-3 km wahrnehmen, bei günstigen Windverhältnissen wahrscheinlich sogar noch erheblich weiter.

Es gibt viele Berichte über den ausgezeichneten Geruchssinn des Wolfes:
  • Roger Peters beschreibt in „Der mit dem Wolf tanzt“ die Fähigkeit eines Wolfes, ein längst gestorbenes Backenhörnchen „zehn Meter entfernt und unter einem Meter Schnee“ zu riechen.
  • David E. Brown schreibt in „The Wolf in the Southwest: The Making of an Endangered Species“ über die vergeblichen Bemühungen des Trappers Roy T. McBride, einen Wolf in der Nähe von Sonora, Mexico, zu fangen, indem er Urin und Kot von einem gefangenen Wolf als Köder benutze. Es dauerte ganze fünf Monate, nachdem die Köder-Fallen entfernt worden waren, bis der Wolf das Gebiet wieder betrat. „Dieser Wolf hatte drei der alten Stellen besucht, wo die Fallen gestanden hatten und offensichtlich den Köder gerochen, obwohl Wind, Regen und Sonne Zeit genug hatten, den Geruch zu verwischen.“
  • R. D. Lawrence schreibt in „Wolves“, dass „ein fünf Monate alter Wolfswelpe den Geruch eines Stachelschweines aufnehmen konnte, das 1,6 Kilometer von dem Welpen entfernt Gras fraß.“
  • Dave Mech berichtet, dass Wölfe aus über 6,5 km Entfernung eine Elchkuh mit Zwillingskälbern rochen.
Der Geruchsinn spielt vor allem auch in der Kommunikation mit Artgenossen eine wichtige Rolle. (Hierzu mehr in einem anderen Posting.)

03.03.2017

Niedersachsen: Sichtung eines Wolfs im Landkreis Uelzen: Informationen aus dem Wolfsbüro


Das Wolfsbüro des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) hat darüber informiert, dass nach dem Bekanntwerden der aktuellen Sichtung eines Wolfs im Landkreis Uelzen unmittelbar Kontakt mit dem Melder aufgenommen und die Situation vor Ort erörtert wurde. Vorliegende Informationen wurden zudem der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) zur Bewertung vorgelegt. Demnach ist das Verhalten des wahrscheinlich jungen Wolfes als nicht problematisch zu bewerten. Eine gezielte Annäherung des Wolfs an den Menschen ist nicht erkennbar.

Das Wolfsbüro weist darauf hin, dass abwandernde Jungtiere auch in anderen Regionen Niedersachsens auftreten können. „Wie andere Wildtiere auch meiden sie eher den Kontakt zu Menschen. Wölfe akzeptieren Siedlungsbereiche als Bestandteile ihres natürlichen Lebensraums, sie sind nicht auf Wildnis-Gebiete angewiesen. Sie laufen daher nicht nur durch den Wald, sondern queren auch offene Felder oder Straßen oder nutzen menschliche Strukturen wie Feld- oder Waldwege, auf denen es sich kraftsparend laufen lässt", erläutert die Wolfs-Expertin Nicola Georgy aus dem Wolfsbüro. Der Wolfsbestand im Landkreis Uelzen wird über das vom Land eingerichtete Wolfsmonitoring beobachtet. (PM NLWKN, 2.3.17)

02.03.2017

Rezension: Monty und ich

Monty und ich
Louisa Bennet
Heyne Verlag, 2016
448 Seiten
ISBN 978-3453418936
9,99 €

Hier können Sie das Buch bestellen

Inhalt
Monty ist ein Golden Retriever und, von seiner Schwäche für Käse einmal abgesehen, ein ziemlich vernunftbegabtes Wesen. Als sein geliebtes Herrchen ermordet wird, ist er am Boden zerstört. Zum Glück findet er ein neues Zuhause bei Rose Sidebottom, der Polizistin, die den Fall aufklären soll. Doch die Ermittlungen erweisen sich als kompliziert. Monty kombiniert blitzgescheit: Die Zweibeiner brauchen sofort Hilfe! Zusammen mit seinen tierischen Freunden macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

Rezension
Die Vorlage der britische Krimiautorin für das Buch ist ihr Golden Retriever Pickles, der – laut Bennet – die Idee für das Buch hatte und es von ihr tippen ließ. Montys meint, sie sei schneller auf der Tastatur und ließe sich weniger von Futter oder von vorbei flitzenden Eichhörnchen ablenken.

Die Autorin schildert den vierbeinigen Protagonisten aus seiner Sicht, und ich habe mich beim Lesen oft gefragt: Denkt meine Hündin vielleicht auch so über mich und die Welt? Wie sieht ihr geheimes Leben aus? Mit welchem Tier tratscht sie gerade über mich, und was erzählt sie ihm? Bei jedem Gassigang frage ich mich nun, welche Nachrichten meine Hündin in ihren Urimails gecheckt hat.

„Monty und ich“ ist ein wunderbarer, leicht zu lesender Krimi, der mich immer wieder dazu brachte, lauthals zu lachen, aber auch mehr als ein paar Tränen zu vergießen. Die Autorin gibt Monty viele Fähigkeiten, die man normalerweise nicht mit einem Hund in Verbindung bringt wie beispielsweise, die Tatsache, dass er lesen und einen Computer nutzen kann.

Die Geschichte wechselt zwischen zwei Perspektiven (Hund-Mensch), was der Handlung geschuldet wird, aber auch teilweise verwirrend ist, besonders wenn noch weitere unterschiedliche Tiere hinzukommen, die vom Plot ablenken.

Man spürt, dass das Buch von einer erfahrenen Hundebesitzerin geschrieben ist, die eine tiefe Liebe nicht nur zu ihrem Hund Pickels (äh … Monty) sondern zu allen Tieren empfindet. Jeder Hundehalter wird sich im Buch wiederfinden, besonders aber die Besitzer von Retrieverrassen (so wie ich).

Das Buch ist als Serie angelegt. Freuen wir uns also auf weitere Folgen mit Monty, dem Hundedetektiv.

Danke für ein wunderschönes, unterhaltendes und spannendes Buch für alle Hundefreunde.

Schauen Sie sich auf jeden Fall auch die Videos auf Montys Blog an.

01.03.2017

Rezension: Wir fliegen, wenn wir fallen

Wir fliegen, wenn wir fallen
Ava Reed
Ueberreuter Verlag, 2017
304 Seiten
ISBN 978-3764170721
Für Alter: 12 - 15 Jahre
16,95 €

Hier können Sie das Buch bestellen

Inhalt
Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten ... So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an.

Rezension
Ein wunderbares Buch für nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern für alle jung Gebliebenen. Zwei junge Menschen, jeder mit seinem eigenen Schicksal traumatisiert und distanziert, wachsen durch die Wunschliste eines Sterbenden zusammen, überwinden ihre Abneigung und lernen sich lieben. Eine sehr berührende Geschichte voller Zauber, Zartheit und Liebe, gepaart mit Reisen in ferne Länder, Abenteuern und einer ganz besonders magischen Begegnung mit einem Wolf. Absolut empfehlenswert.